Beiträge von 1pritzR

    Hallo Forum,


    hab neue Winterreifen bestellt, Tachostand bei 135.000 km, grob überschlagen 63.000 km davon mit den Winterreifen in 6 Jahren, über den Sommer hab ich sie jetzt endgültig aufgefahren. Im letzten Winter mit 4-5 mm Restprofil waren sie schon nicht mehr so prickelnd auf frischem Schnee, aber auf trockener wie nasser Fahrbahn tun sie selbst jetzt noch gute Dienste. Witzig ist, dass sie durch meinen Arbeitsweg ziemlich einseitig abgefahren sind, da ich fast nur Autobahn und somit in Auf- und Abfahrten auch fast nur Rechtskurven fahre. Da kommen schnell 2-3 mm Unterschied zwischen Flanke und Reifenmitte, bzw. anderer Flanke zusammen. Karl schiebt schon brutal über die Vorderachse, das Fahrwerk ist so stur untersteuernd, die Reifen auf der Hinterachse würden ohne Wechsel wahrscheinlich 5 mal solange halten wie vorne.


    Die Sommerreifen sind nach 72.000 auch schon auf dem Altenteil, aber ich denke einen halben Sommer machen sie noch mit, dann ist auch kein Stress beim Reifenhändler.


    Habt ihr ähnliche Beobachtungen gemacht? FInde die Haltbarkeit durchaus beachtlich, wenn ich bedenke, wie ich teilweise damit gefahren bin (Karl schafft 184 kmh laut GPS und über 200 auf dem Tacho!). Kann die 165/65 R14 Contis nur empfehlen, sind zwar überdimensionierte Fahrradreifen, aber für wirklich winterliche Verhältnisse die ersten 3-4 Jahre echt top.

    Wahnsinn davor graust es mich schon. Ich denke wenn es so weit ist werde ich den Karl abstoßen.

    Die Preise für Ersatzteile sind echt unnatürlich hoch.

    Das ist dann vielleicht doch ein wenig arg dramatisch. Wie gesagt, kritische Reparaturen sind eher Kupplung (gab's dazu nicht schon mal einen Fall?) oder Steuerkette (ein Problem bei vielen modernen Autos, besonders bei vernachlässigter Wartung). Der Corsa meiner Frau ist jetzt auch am wirtschaftlichen Ende mit einer durchgerosteten Vorderachse und stark mitgenommenem Fahrwerk und Auspuffanlage. Man steckt nicht guten Gewissens 3000 € in ein 14 Jahre altes Auto. V.a. wenn man nicht weiß, wann dann der Antriebsstrang Probleme macht.


    Bedenke, dass das R1234yf-Kältemittel auch in jedem anderen neuen Auto zum Einsatz kommt und entsprechend viel kostet. Und egal welches Auto man stattdessen kauft, sobald die Klimaanlage zickt, wird's teuer. Vielleicht haben wir ja Glück und der Klimakompressor des Karls ist dafür unkaputtbar und man muss stattdessen einfach 2 mal im Autoleben die Leitung tauschen:D:S


    Ein gleichwertiger Ersatz für den Karl wird leider immer rarer, alle Hersteller nehmen die Kleinstwagen sukzessive aus dem Programm. Mich würde ja Elektro durchaus reizen, aber wirklich erst, wenn die Kisten mit Vollausstattung, Kaufakku und vernünftiger Reichweite unter 15.000 € kosten.

    In den 600-700 € sind 250 € (netto) für das Ersatzteil, sowie 220 € für das Kühlmittel mit dabei. Und die Arbeit ist ein absoluter Scheiß, da kann mein Meister ein Lied von singen, es muss im Endeffekt die gesamte Hoch- und Niederdruckleitung erneuert werden (ein einziges locker 1,50 m langes Bauteil), die kreuz und quer durch den Motorraum geht.


    Routineeingriff ist das keiner, eher eine ganz schön unnötige Reparatur, die vom Hersteller aus Spargründen forciert wird. Da wird das billigste aller billigen Rohre verbaut, auch wenn das bessere nur ein paar Cent mehr kostet. Dass es genau im Bereich der Schelle anfängt zu lecken, zeigt ja, wie wenig Gedanken man sich dazu gemacht hat. Durch Vibrationen wackelt es beständig an der gleichen Stelle bis es irgendwann nachgibt. Der Ersatzteilpreis ist durch das Nischendasein des Karls natürlich komplett erfunden, bei anderen Autos kosten vergleichbare Leitungen unter 100 €...


    Selbst schrauben kann man an der Klimaanlage auch nichts, gebraucht kostet die Leitung 100-150 € und dann weiß man natürlich nicht, wie lange dieses Exemplar dann hält... Man kann nur hoffen, dass nie etwas passiert.

    Sehe ich auch so, nur eine kleine Bemerkung : der Karl stammt jedenfalls nicht aus dem "PSA-Fiat-Chrysler-Einheitsbrei", der ist noch ein reines GM-Produkt.

    Selbstverständlich, vergess immer, dass das vielleicht nicht für jeden Allgemeinwissen ist ;)


    Den Karl selbst würd ich schon wieder so wie er ist kaufen, war in der Anschaffung ja günstig, im Unterhalt wohl eher nicht so. Das, was jetzt auf den Markt kommt, hat halt mit Opel nicht mehr viel zu tun. Wer wirklich Opel zu günstigen Preisen fahren möchte, kauft sich am besten einen etwas älteren Corsa oder Astra.

    Es kommt noch besser, das Kältemittel 1234y kann eine freie Werkstatt nicht verfüllen. Opel will über 220 € nur dafür. So langsam wackelt meine Begeisterung... Opel werd ich jedenfalls nicht mehr kaufen und auch sonst nichts aus diesem PSA-Fiat-Chrysler-Einheitsbrei.


    Wie gesagt, locker 700 € für eine Reparatur einer undichten Stelle in einer Rohrleitung. Früher wär die Leitung wahrscheinlich einfach 500 µm dicker gewesen und wäre nie gerissen. Und wenn, dann hätte man es einzeln tauschen können. Sowas zeigt einem immer wieder, in was für absurden Zeiten wir leden.

    Der Fairheit und Transparenz halber ein Update (und der Beweis, dass es Licht nicht ohne Schatten gibt).


    Machen wir's kurz: 1500 € für TÜV und Service nach 5 Jahren.


    Der größte Posten ist hierbei die Verrohrung der Klimaanlage. Wie ich in einem anderen Post schon geschrieben habe, ist diese wohl an einer Schelle befestigt, die auf lange Sicht für eine Sollbruchstelle sorgt. Das ganze Ding ist ein einziges, verschweißtes Bauteil und kostet netto 250 €, dazu kommen Arbeitszeit und Neubefüllung (Kompressor ist komplett leer).

    Ebenfalls komplett hinüber ist das Flexrohr zwischen Vor- und Haupt-KAT. Bei Opel auch wieder nur in Verbindung mit einem KAT zu bekommen (muchos $$$), aber meine Werkstatt flext es mir raus und schweißt ein neues Rohr zwischen die KATs.


    Dann halt noch großer Service, TÜV-Gebühren etc. Da ich den Meister persönlich kenne, ist das definitiv ein faires Angebot im gemäßigten Preisspektrum. Im Glaspalast kommt man unter 2000 € wahrscheinlich gar nicht zur Tür rein. Leider muss man dazu sagen, dass sich das langsam objektiv betrachtet dem wirtschaftlichen Totalschaden nähert. Mein Karl ist im Händlerverkauf vielleicht noch 4000 € wert, evtl. sogar weniger, da Unfallwagen (fremdverschuldet). Ich repariere zwar grundsätzlich alles bis 1000 € und je nach Situation auch darüber (wie in diesem Fall), aber sollten solche Defekte noch einmal auftreten, muss man schon sehr genau nachrechnen.


    Wie gesagt, Steuerkette und Kupplung sind zwei ganz schön große Damoklesschwerter. Sollten da 1-2 Reparaturen ungünstig zusammenfallen und der Karl schon über 200.000 km sein, werd ich es mir wohl auch überlegen, umzusteigen. Hoffentlich zu einer Zeit, in der Elektro endlich auch im preiswerten Segment angekommen ist.

    Ich grab das hier mal aus der Versenkung, aus einem einfach Grund: Ich habe exakt den gleichen Defekt nach knapp knapp 6 Jahren.


    Hab grad mit meinem Werkstattmeister telefoniert, die Hochdruck- und Niederdruckleitung sind ein einziges, untrennbares Bauteil. Dran richten kann man gar nichts, nur tauschen. Und das Ersatzteil bei Opel kostet 250 € netto, somit sind 600 € brutto mit Arbeitszeit und Nachfüllen ein fairer Preis (und meine Werkstatt verlangt ähnlich viel). Die Undichtigkeit entsteht genau im Bereich wo das Teil neben dem Keilriemen an einer Schelle festgemacht ist. Der Begriff geplante Obszoleszenz ist vielleicht etwas ausgelutscht, aber der Gedanke kommt definitiv auf, dass dort durch Reibung und Vibration an der Schelle das Material geschwächt wird.


    Ich vermute mal, dass es jeden Karl früher oder später betreffen kann/wird. Natürlich stark abhängig von der Fahrleistung, meiner hat jetzt 120.000 km drauf. Wer wenig fährt, bei dem wird das Teil auch langsamer verschleißen. Die Ersatzteilpreise bei diesem Auto sind auf jeden Fall der Knaller, wahrscheinlich handgeschmiedet von einem südkoreanischen Milliardär. Aber bevor man an der Klimaanlage spart und sich den Kompressor ruiniert (was der neu kostet, will ich mir gar nicht ausmalen), beißt man wohl oder übel in den sauren Apfel... Ein zweites Mal werd ich's nicht reparieren lassen, dann ist im Sommer eben Schwitzen angesagt.

    Der Fiat 500 ist doch längst zum Lifestyle-SUV mutiert, denke nicht, dass die ihre beste Kuh im Stall schlachten.


    Ich hab ja das Gefühl, dass man die Kunden langsam aber sicher zu größeren Autos drängen will, damit der Umstieg auf Elektro leichter fällt. Einen leichten Kleinstwagen wird es mit Elektro auf absehbare Zeit nicht geben, höchstens mit absurd niedriger Reichweite, die keiner kaufen wollen wird. Sparfüchse, die das Auto bar bezahlen, will kein Hersteller haben, da verdient man ja nichts dran. Leasing-Rate und (beim E-Auto) Batteriemiete für ein überteuertes Lifestyle-Vehikel klingen da schon attraktiver.


    Opel hat mit dem Karl definitiv Verlust gemacht, dass das Konglomerat aus PSA und Fiat/Chrysler sich nicht auch noch gegenseitig Konkurrenz machen will, ist klar...

    Wie gesagt, eine Erklärung kann ich nicht abgeben. Beide Varianten (Zündschlüssel und Verriegelung an der Fahrertür) sollten nur gehen, wenn dabei alle Türen zu sind. Ansonsten macht er alle einmal zu und dann wieder auf.


    Evtl. könnte es eine Unterspannung beim Starten gewesen sein, sodass irgendein Steuergerät noch "gepennt" hat und dann der Überzeugung war, jetzt zusperren zu müssen. Hatte ich beim Corsa C meiner Frau letztens, nach Starthilfe waren die Stellmotoren vom Automatikgetriebe in Proteststellung und wollten erst nach Neustart wieder arbeiten...