Beiträge von 1pritzR

    Man kann grundsätzlich in Regress genommen werden, wenn man wissend ein verkehrsuntüchtiges Fahrzeug bewegt. Für Leute ohne Schrauberkenntnisse, die ihr Fahrzeug zudem erst warten lassen, wenn der TÜV auf einen Defekt hinweist, ist es natürlich unklug, diesen auch noch zu überziehen.


    Wer regelmäßig in der Werkstatt warten lässt und kleinste Auffälligkeiten sofort abklärt, braucht wegen 2 Monaten wohl wirklich nichts befürchten. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

    Verfüllen die 4 Liter Motoröl? Da solltest du nachhaken, inzwischen ist das auch von Opel als Irrtum bestätigt worden, bei 4 Litern ist der Ölpegel 1 cm über max auf dem Peilstab!


    Ich muss es aber auch jedes mal dazusagen, im Wartungsprotokoll steht es immer noch falsch drin. In echt gehen etwa 3,7 Liter rein. Beim letzten mal hab ich nur 3,5 verfüllen lassen und jetzt ist es zum ersten mal im Messbereich des Ölstabs bei etwa 3/4 max.

    Nach knapp 70.000 km ist mir in dieser Hinsicht noch nichts weiter aufgefallen. Vielleicht ist er ein bisschen lauter geworden, aber ich fahre auch seit längerer Zeit ohne Polster auf der Rückbank und mit umgeklappten Sitzen, das mag also trügen. Oft werden auch nur die Haltegummis etwas spröde, die sollte man rechzeitig tauschen, bevor es irgendwelche Schweißnähte durchvibriert.


    Meine Faustregel sind immer so 5 Jahre und 100.000 km für einen billigen Auspuff. Tauschen muss man aber eigentlich nur Flexrohr, MSD und ESD, die Ersatzteile gibt's billig in der Bucht oder beim Ersatzteillager. Montieren kann das quasi jeder in einer Selbstschrauberwerkstatt. Krümmer und Kat sollten normalerweise ein Autoleben halten.

    Wegfall der Rückdatierung


    Die Laufzeit der Plakette beträgt , z.B. für PKW und Motorrad, 24 Monate – ab Termin der HU. Wer künftig den Untersuchungstermin versäumt, bekommt die Plakette nicht mehr rückdatiert.
    Bei PKW und Motorrad gilt also: Die HU ist grundsätzlich immer 24 Monate nach dem jeweils erfolgten letzten Untersuchungstermin fällig. Ist die Plakette jedoch um mehr als 2 Monate abgelaufen, müssen wir eine vertiefte Prüfung durchführen, die wir Ihnen mit einem Aufschlag von 20 Prozent berechnen.
    P.S.: Ist die Plakette mehr als zwei Monate abgelaufen und man gerät in eine Verkehrskontrolle, muss man mit einem Verwarnungsgeld bis hin zu Bußgeld und Punkten rechnen. Kritisch ist es auch, wenn man mit abgelaufener HU-Plakette in einen Unfall verwickelt wird. Dann kann man von der Versicherung entsprechend belangt werden.

    https://www.tuev-sued.de/hauptuntersuchung/1-vorab-informieren


    Man sollte das Ganze natürlich nur als Möglichkeit sehen, im Rahmen der Kulanzzeiten mit einem voll verkehrstauglichen Fahrzeug etwas zu sparen, nicht um ein fahrendes Sicherheitsrisiko noch 2 Monate länger ohne Bremsen und Profil durch die Gegend zu schaukeln.

    Das war mal so. Inzwischen werden meines Wissens nach zumindest die 2 "straffreien" Monate nicht mehr rückdatiert, bzw. man riskiert damit keine Sonderzuschläge bei der Prüfung.
    Rein technisch ist Rückdatieren ja auch totaler Unfug. Schließlich hat auch ein Auto, das unangemeldet 10 Jahre im Schuppen stand nach einer Prüfung volle 2 Jahre.

    Also bei der überschaubaren Fahrleistung kannst du die Inspektionsintervalle echt ein bisschen strecken ;) Garantie ist eh schon dahin.


    TÜV am besten "aus Versehen" 2 Monate überziehen, das spart auf lange Sicht auch was :whistling:

    Hab beim Händler gestern beim Ölwechsel ein Plakat mit einer ellenlangen Liste an Arbeitszeiten für bestimmte Reparaturen gesehen. Angegeben für mehr als ein dutzend verschiedener Modellreihen. Drei Mal dürft ihr raten, welches Modell noch nicht mal als Fußnote erwähnt wurde.

    Ich denke ohnehin, dass der Karl spätestens mit der Vorstellung der neuen Modelle für Corsa, Astra und Co. terminiert wird. Werbung und Präsenz beim Händler hat er jetzt schon nicht mehr und rumfahren seh ich vielleicht einen im Monat. Bedeutet für uns halt horrende Ersatzteilpreise bei eBay und Co., WENN es sie überhaupt gibt...

    Das Problem ist nur, dass viele so denken. Da macht dann jeder sein Abblendlicht an, schaut beim neuen Auto auf noch perversere Ultrahell-LEDs und denkt sich dann wunder was, wie sicher alles ist.


    Das Ende vom Lied ist, dass nur noch der mit dem hellsten Scheinwerfer gut sieht und alle anderen können schauen wo sie bleiben. Bestes Beispiel: Regen auf der Autobahn. Man sieht zwar im Spiegel, DASS etwas kommt, aber Abstand und Entfernung kann man nur noch schwierig einschätzen, wenn einem die Netzhaut lieb ist...