Fehlercode P0016

  • Hallo Forum,


    bei meinem Karl ging jetzt die letzten paar Wochen immer mal wieder die MKL an. Jetzt habe ich mir mal ein OBD-Gerät geliehen und ausgelesen, es ist der Fehler:


    P0016 Kurbelwellenstellung/Nockenwellenstellung, Zylinderreihe 1 Sensor A – Bezugsfehler


    Er dröhnt ja schon seit 10.000 km bei bestimmten Drehzahlen, wobei das Ganze eher so klingt, als wäre irgendwo ein Plastikteil oder Hitzeblech locker und vibriert. Hab jetzt mal zusammen mitm Schwiegervater ganz genau hingehört, auch im Leerlauf hat er ein leichtes, regelmäßiges Klackern (zusätzlich zum typischen 3-Zylinder-Genagel). Ich befürchte, dass die Steuerkette oder Spanner hinüber sind, ist nach anderen Erfahrungsberichten ja kein Einzelfall. Find ich zwar für 155.000 km ziemlich früh, aber ich vermute mal, dass die Karl-Steuerkette zu den Billigsten von den Billigsten gehört und dementsprechend selten das Auto überdauert...


    Am Mo bin ich in der Werkstatt, dann weiß ich mehr. Hat jemand von den Betroffenen noch eine Rechnung und weiß, was es gekostet hat? Ich bin jetzt einfach mal pessimistisch und stell mich auf was 4-stelliges ein... Habe nicht das Gefühl, dass irgendeine Reparatur am Karl jemals günstig oder einfach durchzuführen ist :rolleyes:

  • glaube nicht das es die Steuerkette ist da würde er auf allen drei Töpfen nicht richtg laufen, denke eher der Nockenwellenversteller vom ersten Topf spinnt

    aber du wirst es uns berichten viel Erfolg und Daumen drück das es nicht so viel kostet.

    :D Mein Computer kann alles, wegen seiner 64 Bit! Wenn ich 64 Bit intus habe, kann ich auch alles :D

  • Also laufen tut er so oder so recht normal, kann weder fehlende Leistung noch höheren Verbrauch feststellen. Nur die Schubaussetzer bei Lastwechsel oder Zuschaltung der Klimaanlage werden zunehmend ruppiger (nicht das die früher sanft gewesen wären...). Könnte das auf den Versteller hindeuten?


    Hä, seit wann hat denn jeder Zylinder eine eigene Nockenwellenverstellung? Meist hat doch nicht mal die Auslassnockenwelle einen eigenen...


    Wenn der Versteller defekt ist, würde man doch Steuerkette und Anbauteile sowieso gleich mit tauschen, oder?

  • Ja, ich werde berichten. Zündspule hat der Karl eine pro Zylinder (und Zylinderreihe hat er ja sowieso nur eine). Dafür gäb's auch eine ganze Rubrik eigener Fehlermeldungen. Der P0016 stammt von den Magnetsensoren, die die Nockenwellenstellung prüfen. Laut Internet wäre der Fehler bei einer gelängten Kette durchaus plausibel, genauso wie das Geklappere.


    Interessanterweise ist der Fehler auch etwa 1-2 Monate nach dem letzten Ölwechsel (auf 0W20) aufgetreten, vorher 5W30. Klappern tut er aber schon seit Längerem. Könnte damit ja auch zusammenhängen, da der Fehler auch nur sporadisch auftritt. Ich glaube zwar nicht, dass ein 0W20 schlechter ist für die Steuerkette (eher besser, da die Ölpumpe durch die niedrige Viskosität mehr Öl pro Zeit fördert und alle Bauteile besser gekühlt werden), aber es könnte gut sein, dass es das Zünglein an der Waage ist, was den Fehler jetzt erkennbar werden lässt. Von kaputten Steuerketten hab ich seit 5 Jahren beim Karl schon gehört, auch hier im Forum gab's ja schon Fälle.


    Naja, alles Spekulation, wir werden sehen...

  • Zitat

    er schreibt später: Schubaussetzer bei Lastwechsel


    wenn der Karl eine einfache Steuerkette hat und keine doppelte da könnte es bei 150000 km durchaus sein das die neu muss mir ist bekannt das doppelte Steuerketten bis 500000 km halten und einfache schon mal bei 100000 km den Geist aufgeben.

    :D Mein Computer kann alles, wegen seiner 64 Bit! Wenn ich 64 Bit intus habe, kann ich auch alles :D

  • Ja, ich werde berichten. Zündspule hat der Karl eine pro Zylinder (und Zylinderreihe hat er ja sowieso nur eine)....

    Sorry, habe ja nur die Termologie deiner Fehlerauslesung benutzt...., dass da kein V-6 unter der Motorhaube steckt weiss sogar ich. Genau, schauen wir mal, was bei dieser Geschichte letztlich rauskommt. Das mit dem Öl 0W-20..., naja, ich weiss echt nicht so recht, was davon zu halten ist. Deine Argumentation entbehrt jedenfalls nicht jeglicher Logik, zumal 0W-20 nicht einmal zugelassen ist laut meiner Betriebsanleitung, in diesem Viskositätsbereich nur 0W-30. Habe natürlich auch schon gelesen, was auf dem Motoröldeckel steht (5 W 20) ...

  • Alles gut, meinte ja nur, dass der Fehler nicht wirklich zur Zündung passen würde. Hatte bei meinem alten Punto mal sowas, da war es tatsächlich die Zündspule. Der hatte als R4 eine Spule für je 2 Zylinder. Soweit ich weiß, sind die Spulen beim Karl in diesen vergossenen Kasterln integriert, die auf den Steckern oben drauf sitzen.


    Mit dem Öl hab ich mich umfassend informiert. Manche Öl-Webseiten haben es als freigegeben drin, andere nicht. Opel selbst hat absolut widersprüchliche Aussagen dazu, nach der einen Definition passt es, nach einer anderen wieder nicht ganz.

    Ich schätze, die haben komplett vergessen, dass sie 2015 noch einen Sauger mit Saugrohreinspritzung gebaut haben. Überall ist ausschließlich von DI-Motoren die Rede.

    Tatsache ist, der Motor fährt in anderen Ländern problemlos mit 20er Viskosität rum. Gleichzeitig ist ein 0er Öl eigentlich niemals verkehrt im Winter. Der Karl hat weder Turbo, noch einen empfindlichen Zahnriemen wie Ford, kann mir nicht vorstellen, was da durch ein Öl überhaupt negativ beeinflusst werden sollte, egal ob 0W16 oder 10W60. Ich fahr 90% Autobahn 35 km am Stück mit max. 90 kmh, das ist für jedes Öl ein Traum.


    Das Geklappere hat er seit locker nem halben Jahr, da fuhr er noch mit 5W30. Die MKL ging jetzt meist beim Auffahren auf die Autobahn an, also bei relativ niedriger Öltemperatur und viel Last. Da kann v.a. das 0W schon einen Effekt haben, wenn der Motor minimal agiler läuft und vielleicht die Steuerkette den 1/100stel mm länger zieht als sonst, worauf der Sensor anspringt....

  • Hallo Leute,


    Fehlercode passt nicht zu einem Zündungsproblem, meiner Meinung nach hat der Fehler nix mit der Zündung zu tun.


    Sondern beschreibt das die Steuerzeiten von der Kurbellwelle und Nockenwelle nicht übereinstimmen.

    Dies kann wie beschrieben eine gelängte Kette sein defekter Spanner, eingelaufene Zahnräder, defekter NWSensor oder KWSensor usw.
    oder vielleicht auch eine defekte Nockenwellenverstellung, doch beim letzteren spuckt der glaube ich einen anderen Fehler aus.

    (die Ketten längen sich wirklich um viel viel mehr als nur 1/100stel, hatte das letzte Woche, bei einem anderem Fabrikat Steuerkette um 1cm gelängt schleift sich am Steuergehäusedeckel langsam seinen Weg durch)


    Man sollte tatsächlich auf das Kettenrasseln am Steuerkettengehäuse achten und auf diese oder ähnliche Fehlermeldungen.

    Die Ketten heutzutage sind meiner Meinung nach Fahrradketten, die wenigsten nutzen die doppelketten die auch tatsächlich was halten.


    ab ca. 100.000 km gehen die WARTUNGSFREIEN Ketten nicht immer aber leider immer öfter kaputt, manche hörst du noch nicht mal rasseln, da Sie sich irgendwo einen schönen Sitz eingeschliffen haben.

    Allerdings verteilst du natürlich das abgeschliffene Material auch irgendwo in anderen Bauteile wobei das meiste hoffentlich im Filter aufgefangen wird.


    Der Ölwechsel sollte aber nicht das Problem gewesen sein wenn du schon länger mit dem Rasseln fährst dann war das nur Zufall würde ich sagen.

    Vielleicht mal Ventildeckel abnehmen und gucken wie es darunter aussieht ob die kette tatsächlich locker ist. Motor auf OT drehen und wenn möglich Steuerzeiten prüfen.


    Würde auf eine gelängte Kette tippen.
    Natürlich ist das nur eine Ferndiagnose.


    Viel Erfolg warte auf deinen Bericht!

  • Also es ist tatsächlich die Steuerkette. Haben jetzt ne neue bestellt (+Spezialwerkzeug welches wahrscheinlich sonst nur die Opel-Klitsche vorrätig hätte). Austausch dann im September nach der Sommerpause, bis dahin kann ich noch (moderat) fahren, sie ist noch nicht kurz vor'm Reißen.


    Man kann also damit rechnen, dass bei vielen Karls die Steuerkette vor 200.000 km fällig wird. Ich fahr schon sehr viel Autobahn und bin lange Zeit auch sehr schnell gefahren, das ist natürlich für die Kette belastender als reiner Stadtverkehr mit max. 2500 rpm. Mit meinen aktuell max. 90 kmh Tempomat sollte die neue Kette jetzt den Rest des Karl-Lebens halten, aber wir werden sehen. Preislich hab ich noch keine Indikation, aber zumindest das Material scheint jetzt nicht absolut absurd teuer gewesen zu sein.


    Eine Hoch-/Niederdruckleitung für die Klimaanlage, eine Steuerkette, einmal Bremsen vorne komplett, einmal Zündkerzen, 2 neue Sätze Reifen und natürlich alle Filter und Öl nach Wartungsplan. Für 155.000 km jetzt keine absurden Wartungskosten...

  • Also ich darf Karli zu seiner Diagnose gratulieren. Nach dem Tausch der Steuerkette (die war tatsächlich um einige mm gelängt), Wasserpumpe, Schienen etc. und der anschließenden Probefahrt ist der Fehler wieder da. 2x Nockenwellenversteller fällig, Kostenpunkt 180 € netto das Stück... (von Arbeitszeit reden wir bei der Geschichte gar nicht mehr, da ich den Werkstattmeister kenn, weiß ich, dass er sich wirklich große Mühe gibt, das ganze zeitwertgerecht zu reparieren).


    Ich habe die Befürchtung, dass das früher oder später fast jeden Karl ereilen wird, die Kette sieht so windig aus, die würde nicht mal ein Rapper als Accessoire um den Hals tragen. Vermutlich hat die schlackernde Kette dann die Steller ruiniert (oder andersrum). Ob es wirklich was gebracht hätte, die Kette beim leisesten Geräusch schon zu tauschen (mit dem Risiko, dass es gar nicht daran lag) und dann die alten Steller drin zu lassen? Keine Ahnung...


    Also wer den Karl wirklich über die 200.000 km Marke bringen und weiterfahren will, sollte unbedingt ab 100.000 km (besonders bei viel Stadtverkehr oder sportlicher Fahrweise) auf jedes noch so kleine Geräusch lauschen. Und wenn der Fehler auftritt und der Motor eh schon offen auf der Bühne ist, lasst alles tauschen, was sich irgendwie tauschen lässt, auch wenn's 1000 € mehr kostet. Ich denke einen zweiten Steuerkettenwechsel wird ein Karl nicht überleben, das Geld steckt man dann mit 300.000 km und 15 Jahren in keinen Kleinstwagen mehr...


    P.S. Und selbermachen... viel Spaß, von dem was ich gehört hatte, hatte sogar die Werkstatt Probleme das Spezialwerkzeug zu bekommen. Und an der Kiste schrauben 2 Werkstattmeister seit Tagen bis in den späten Abend rum, also von einem Routineeingriff würd ich nicht grade reden...

  • Danke für deine Informationen :thumbup:


    da sieht es mit den heutigen Steuerketten wohl nicht mehr so gut aus wie früher, weil früher hielt eine Steuerkette länger als das Blech des Autos ;(


    habe noch 77.000 km bis zu 100.000 km kann sein das ich die 100.000 km gar nicht erreiche fahre viel mit dem Fahrad zur Arbeit.

    :D Mein Computer kann alles, wegen seiner 64 Bit! Wenn ich 64 Bit intus habe, kann ich auch alles :D

  • Also bei mir war das jetzt ein bisschen Durcheinander mit den Kosten, weil er ja zweimal aufgeschraubt wurde, aber rechnet mal mit deutlich über 2000 € für den Tausch von Steuerkette, Schienen, Kettenspanner, Umlenkrollen, Wasserpumpe, Nockenwellenversteller und allen Dichtungen, Zubehörteilen, Ölwechsel, etc. Alleine die Teile schlagen ja mit über 1000 € zu Buche.


    Wäre das erst nach über 200.000 km in ein paar Jahren passiert, wäre es wohl ein wirtschaftlicher Totalschaden. So hält die Kette jetzt hoffentlich bis mindestens 350.000 km und wenn er dann wieder rappelt, fahr ich ihn, bis die Steuerkette reißt und den Motor schrottet...


    Für den Preis hätte man auch mindestens 4 mal einen Zahnriemen tauschen lassen können, wäre also 600.000 km weit gekommen. Soviel zu den Vorteilen (mir sind absolut keine bekannt außer Gewinn für die Hersteller) und den Nachteilen (kaum ein Auto schafft die 200.000 km ohne halbe Motorrevision) einer Steuerkette...


    Wenn ich meinen derzeitigen Fahrstil beibehalte, sieht das Auto eh fast nur Langstrecke mit max. 80 kmh und nie über 2500 rpm. Das sollte der Kette definitiv nicht schaden...


    Man kann auf alle Fälle sagen, Finger weg von jeglichen gebrauchten Karls mit über 100.000 km auf der Uhr. Gibt ja verdächtig viele mit um die 150.000 km in sehr kurzer Zeit, vermutlich viel in gewerblicher Nutzung. Kurzstrecke, Kaltstarts und hohe Drehzahlen im Stadtverkehr setzen der Kette ja noch extremer zu... Und dazu sei gesagt, dass man das Rasseln fast nicht hört, nur bei ganz bestimmten Drehzahlen/Geschwindigkeiten...