Beiträge von 1pritzR

    Aha???? Angeblich fahren ja kaum welche rum. Irgendwie merkwürdig in meinen Augen.

    Wirklich? Eine Sozialdienstangestellte, die mit ihrem Karl-Dienstwagen im dichten Stadtverkehr einen Audi A8 rammt. Ein Führerscheinneuling, der seinen von Papi gesponserten Karl im Acker versenkt. Ein Opa, der halbblind und -taub Bremse und Gas verwechselt, weil er ja eh nur noch innerorts und ganz wenig fährt. Mutti, die beim täglichen Kampf auf dem Supermarktparkplatz eine Schramme nach der anderen kassiert und Vati lässt alles ordentlich über die Kasko reparieren. Und so weiter und so weiter (um mal ein paar überspitzte Vorurteile vorzubringen)...


    Grade weil der Karl so rar gesät ist, macht jeder Schadensfall überproportional viel aus. Im Gegensatz dazu könnte man 10.000 Golf anzünden und die Versicherungskosten würden kaum um ein paar Cent steigen :D


    Schuld ist einzig und allein das Klientel, das "unsere" Karls im Durchschnitt fährt. Da gehört eben der routinierte Vielfahrer eher nicht dazu, dafür aber viele Risikogruppen...

    Fast 40.000 € würde ich nie für ein Auto ausgeben und das Geld wäre dabei noch das geringste Problem. Entweder man hat entsetzlichen Wertverlust oder, was für mich kaum in Frage kommt, man kauft einen Gebrauchtwagen. Dann muss man schon aus ökonomischer Logik immer eine Vollkasko abschließen, was gerne mal 500 € im Jahr kostet, auch wenn man nur mit unglaublich geringer Wahrscheinlichkeit selbstverschuldet einen Unfall baut. Und ein Elektroauto hat ja schon im Moment des Kaufs hoffnungslos veraltete Technik an Bord. In 2 Jahren lacht man über heutige Akkus und Assistenzsysteme. Beim Verbrenner hingegen gibt es 30 Jahre alte Aggregate, die so manch neuem in nichts nachstehen.


    Mal ganz davon abgesehen, dass sich zum aktuellen Zeitpunkt niemand ohne eigene Garage (meist in Verbindung mit einem Haus) ein E-Auto zulegen kann. Und das sind dann nicht unbedingt die, die neben der Rate für's Haus noch eben 40.000 € auf der hohen Kante haben...


    Einen E-Karl mit realistischen 300 km Reichweite, einem Supercharger (80 % in 15 min, ohne Zusatzbelastung für die Akkus) und einem Verbrauch von maximal 0,1 kWh/km würde ich für einen Preis von 15.000 € inklusive Förderung schon interessant finden. Aber aktuell ist das wohl reine Utopie.

    Jo, der Karl ist echt günstig für die "Basisauto aber mit guter Ausstattung"-Fraktion. Wer am liebsten an allen Ecken und Enden spart und sich gar nichts gönnen will, für den wäre eher ein nackter Panda oder Sandero etwas ;)

    Beheizbare Außenspiegel sind ein Sicherheitsfeature und wie ich finde, ein durchaus sinnvolles. Man muss nicht drauf achten, bei Regen oder Schnee die Spiegel perfekt freizuräumen und hat trotzdem binnen weniger Minuten volle Sicht.


    Lenkradheizung will ich in Kombination mit einem Lederlenkrad nicht missen, das Ding ist bei -20 °C sowas von arschkalt, das muss echt nicht sein. Auf die Sitzheizung könnt ich am ehesten verzichten, aber ich nutze sie, um eiskalte Sitze wenigstens auf Neutraltemperatur zu bringen.


    Auf den Spurassistenten kann ich verzichten (hab ihn auch dauerhaft ausgeschaltet). Ist mir in meinem Leben noch nicht passiert, dass ich unabsichtlich die Spur verlassen hätte.


    Gekostet hat mich das alles nichts, bzw. nicht mehr, als ich ohnehin ausgegeben hätte. Musste ohnehin die Exklusiv-Ausstattung wählen (wegen 6 statt 4 Lautsprechern) und das Komfortpaket (wegen des Piepsers). Energie verbraucht es sicherlich, aber andererseits schreibe ich diesen Beitrag gerade an einem System, das locker 250 Watt braucht, also was soll's ;)

    Moderne Autos bremsen nach einem Unfall komplett ab, um zu vermeiden, dass das Wrack evtl. durch einen weiteren Aufprall im Gegenverkehr landet. Ob Schaltung oder Automatik ist da dann vollkommen egal.

    Klingt halt wie jede x-beliebige eBay-Tröte mit der man normalerweise verbastelte 15jährige Fünfthandkisten aufbrezelt :rolleyes:


    Da fahr ich lieber mit meinem "Stock-Karl" sportlich, als dass ich mich mit so einem Teil zum Gespött der ganzen Nachbarschaft mache ;)

    0,2 Stunden Arbeitszeit um die Knopfzelle des Schlüssels zu tauschen, die 1. wahrscheinlich 5 Jahre halten würde und 2. jeder Depp bei Bedarf selbst tauschen kann? Wenn ich mir den 60 tkm Wartungsplan so anschaue, ist es sinnvoller (da ohnehin keine Garantie mehr), alles selbst durchzuchecken und höchstens die Bremsflüssigkeit explizit in der Werkstatt wechseln zu lassen. Ansonsten könnte ich mir gut vorstellen, dass die Inspektion 350 € oder mehr kostet...

    Ich denke der Karl hätte mit oder ohne Übernahme kaum überlebt. Die Verkaufszahlen sind unterirdisch, ich sehe mehr Ferraris als Karls rumfahren und jeder, der mich nach meinem Auto fragt, stutzt beim Namen erstmal und hat keinen Peil, was er sich darunter vorstellen sollte. Und das nach 2 Jahren seit Markteinführung...


    Karl hat keine Nische gefunden als "Premium-Kleinstwagen" im mittleren Preissegment. Für Pflege- und Lieferdienste zu teuer, für Privatkäufer zu nahe an günstigen Kleinwagen dran. Wer kauft heute noch Autos nach dem was er wirklich braucht, wenn man für etwas mehr Geld doch größer, besser, schneller bekommt? :rolleyes: