Fehlercode P0016

  • Also ich darf Karli zu seiner Diagnose gratulieren. Nach dem Tausch der Steuerkette (die war tatsächlich um einige mm gelängt), Wasserpumpe, Schienen etc. und der anschließenden Probefahrt ist der Fehler wieder da. 2x Nockenwellenversteller fällig, Kostenpunkt 180 € netto das Stück... (von Arbeitszeit reden wir bei der Geschichte gar nicht mehr, da ich den Werkstattmeister kenn, weiß ich, dass er sich wirklich große Mühe gibt, das ganze zeitwertgerecht zu reparieren).


    Ich habe die Befürchtung, dass das früher oder später fast jeden Karl ereilen wird, die Kette sieht so windig aus, die würde nicht mal ein Rapper als Accessoire um den Hals tragen. Vermutlich hat die schlackernde Kette dann die Steller ruiniert (oder andersrum). Ob es wirklich was gebracht hätte, die Kette beim leisesten Geräusch schon zu tauschen (mit dem Risiko, dass es gar nicht daran lag) und dann die alten Steller drin zu lassen? Keine Ahnung...


    Also wer den Karl wirklich über die 200.000 km Marke bringen und weiterfahren will, sollte unbedingt ab 100.000 km (besonders bei viel Stadtverkehr oder sportlicher Fahrweise) auf jedes noch so kleine Geräusch lauschen. Und wenn der Fehler auftritt und der Motor eh schon offen auf der Bühne ist, lasst alles tauschen, was sich irgendwie tauschen lässt, auch wenn's 1000 € mehr kostet. Ich denke einen zweiten Steuerkettenwechsel wird ein Karl nicht überleben, das Geld steckt man dann mit 300.000 km und 15 Jahren in keinen Kleinstwagen mehr...


    P.S. Und selbermachen... viel Spaß, von dem was ich gehört hatte, hatte sogar die Werkstatt Probleme das Spezialwerkzeug zu bekommen. Und an der Kiste schrauben 2 Werkstattmeister seit Tagen bis in den späten Abend rum, also von einem Routineeingriff würd ich nicht grade reden...

  • Danke für deine Informationen :thumbup:


    da sieht es mit den heutigen Steuerketten wohl nicht mehr so gut aus wie früher, weil früher hielt eine Steuerkette länger als das Blech des Autos ;(


    habe noch 77.000 km bis zu 100.000 km kann sein das ich die 100.000 km gar nicht erreiche fahre viel mit dem Fahrad zur Arbeit.

    :D Mein Computer kann alles, wegen seiner 64 Bit! Wenn ich 64 Bit intus habe, kann ich auch alles :D

  • Also bei mir war das jetzt ein bisschen Durcheinander mit den Kosten, weil er ja zweimal aufgeschraubt wurde, aber rechnet mal mit deutlich über 2000 € für den Tausch von Steuerkette, Schienen, Kettenspanner, Umlenkrollen, Wasserpumpe, Nockenwellenversteller und allen Dichtungen, Zubehörteilen, Ölwechsel, etc. Alleine die Teile schlagen ja mit über 1000 € zu Buche.


    Wäre das erst nach über 200.000 km in ein paar Jahren passiert, wäre es wohl ein wirtschaftlicher Totalschaden. So hält die Kette jetzt hoffentlich bis mindestens 350.000 km und wenn er dann wieder rappelt, fahr ich ihn, bis die Steuerkette reißt und den Motor schrottet...


    Für den Preis hätte man auch mindestens 4 mal einen Zahnriemen tauschen lassen können, wäre also 600.000 km weit gekommen. Soviel zu den Vorteilen (mir sind absolut keine bekannt außer Gewinn für die Hersteller) und den Nachteilen (kaum ein Auto schafft die 200.000 km ohne halbe Motorrevision) einer Steuerkette...


    Wenn ich meinen derzeitigen Fahrstil beibehalte, sieht das Auto eh fast nur Langstrecke mit max. 80 kmh und nie über 2500 rpm. Das sollte der Kette definitiv nicht schaden...


    Man kann auf alle Fälle sagen, Finger weg von jeglichen gebrauchten Karls mit über 100.000 km auf der Uhr. Gibt ja verdächtig viele mit um die 150.000 km in sehr kurzer Zeit, vermutlich viel in gewerblicher Nutzung. Kurzstrecke, Kaltstarts und hohe Drehzahlen im Stadtverkehr setzen der Kette ja noch extremer zu... Und dazu sei gesagt, dass man das Rasseln fast nicht hört, nur bei ganz bestimmten Drehzahlen/Geschwindigkeiten...